20 Keltenfürsten-Skulpturen sind im März 2025 in den Besitz der Keltenwelt übergegangen. Eine Schenkung der Hessen Agentur ermöglicht die permanente Aufstellung der beliebten Fotomodelle auf dem Glauberg.

Ein fürstliches Geschenk an die Keltenwelt
The Celtic prince ist coming home
Der Sensationsfund des "Keltenfürsten vom Glauberg" ging 1994 um die Welt. Die fast vollständig erhaltene, lebensgroße Steinfigur mit der charakteristischen Blattkappe ist das einzige Relikt keltischer Steinmetzkunst ihrer Art. Sie zeigt die Meisterschaft der keltischen Handwerker und Künstler, von denen leider keine schriftlichen Zeugnisse überliefert sind. Der 2.400 Jahre alte Keltenfürst wird seitdem auf dem Glauberg zusammen mit wertvollen Grabbeigaben der keltischen Elite in der Keltenwelt ausgestellt.

Die berühmte Keltenfürst Sandsteinstatue. Der berühmte Fund aus dem 05. Jahrhundert.
Der hessische Künstler Ottmar Hörl erstellte 2018 im Zuge einer Initiative der Dachmarke "Kultur in Hessen" 25 Nachbildungen des Keltenfürsten. Diese wurden in zwei aufeinanderfolgenden Installationen erst vor der Alten Oper und dann auf dem Römerberg in Frankfurt aufgestellt. Anschließend fanden sie ein neues Zuhause vor dem Museumsgebäude der Keltenwelt.

Keltenfürsten vor der Alten Oper in Frankfurt am Main.
Die Kunstwerke vor der eindrucksvollen Kulisse des Keltenmuseums haben sich zu beliebten Fotomotiven entwickelt. Um sie für die Zukunft zu erhalten, müssen sie vom Team der Keltenwelt am Glauberg restauratorisch betreut werden. Deshalb wurde am 18. März 2025 aus der Leihgabe eine Schenkung der Hessen Agentur an die Keltenwelt.
Mit einer feierlichen Zeremonie übergab Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der HA Hessen Agentur GmbH und Hessen Trade & Invest GmbH die Skulpturen offiziell an Marcus Coesfeld, den Direktor der Keltenwelt.

Gruppenbild vor Keltenfürstenskulpturen vor der Keltenwelt am Glauberg. Auf dem Bild sind von links nach rechts zu sehen: Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer Hessen Trade & Invest GmbH, Henrike Strauch, Bürgermeisterin Glauburg, Marcus Coesfeld, Museumsdirektor der Keltenwelt am Glauberg, Christoph Degen, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Landesarchäologe Prof. Dr. Udo Recker.
Dr. Rainer Waldschmidt würdigte die Keltenfürsten als "starke Symbole für die Kulturelle Identität Hessens" und betonte unter dem Slogan "The Celtic prince is coming home" ihre herausragende Rolle für den internationalen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Hessen. Die Skulpturen tragen nicht nur zur Stärkung des regionalen Tourismus bei, sondern fördern auch das Interesse an wissenschaftlicher Forschung und Bildung in der Region. Ihre Bedeutung als Botschafter für Hessen erstreckt sich somit über den Tourismus hinaus und unterstütz die Position Hessens als attraktiven internationalen Wirtschaftsstandort.
Christoph Degen, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, der Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels vertrat, betonte in seiner Rede: "Die Keltenfürsten-Skulpturen sind nicht nur Kunstwerke, sondern auch ein Symbol für den lebendigen Austausch zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Sie sind Botschafter unseres historischen Erbes."
Dieses historische Erbe, dessen Netzwerke sich schon damals weit über die regionalen Grenzen hinaus erstreckten, muss bewahrt werden, um Hessens Position als wichtigem Tourismus, aber auch Wirtschaftsstandort zu festigen. "Die heutige Schenkung zeigt, dass die Keltenwelt am Glauberg ein zentraler Ort des kulturellen Erbes und ein zentraler Bestandteil der Kampagne 'Kultur in Hessen' ist", schließt Marcus Coesfeld.

Archäologische Funde aus dem Museumsbetrieb. Wohl Grabbeigaben, eine Halskette und Metkanne.
Die Kampagne "Kultur in Hessen", die 2017 durch den jetzigen Ministerpräsidenten Boris Rhein initiiert wurde, zielt darauf ab, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Kulturschätze des Landes Hessen zu lenken.
Die Keltenfürsten, die Markenbotschafter für "Kultur in Hessen", sind eine Einladung, sich mit unserer Vergangenheit, die durch Museen, Schlösser und Gärten hervorgehoben wird, auseinanderzusetzen. Diese Auseinandersetzung zeigt auch, wie die Geschichte unsere Lebensräume nachhaltig prägt.
Drei Statuen wurden an hessische Institutionen ausgeliehen, ein vierter Keltenfürst steht in der Hessischen Landesvertretung in Berlin. Auch in Irland wirbt inzwischen ein Hörl'scher Keltenfürst für die hessische Kulturlandschaft, da im "Discovery Programme: Centre for Archaeology" ein 3D-Scan zu Forschungszwecken erstellt wurde. Auf diesem Scan aus Dublin basieren die Statuen von Ottmar Hörl.
2026 feiert die Keltenwelt mit dem 30-jährigen Jubiläum der Entdeckung des Keltenfürsten einen weiteren Meilenstein. Im Rahmen dieses Jubiläums sind weitere zahlreiche Veranstaltungen geplant, welche zahlreiche Besucher in den Bann der Kelten schlagen werden.

Anna Springer
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