Der jährliche Branchentag für alle kreativen Teilmärkte ist als Digitalevent zurück. Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir eröffnete die Veranstaltung live vom Campus Westend in Frankfurt am Main und begrüßte über 500 Kreative, die sich aus Hessen und darüber hinaus einwählten. „Das Thema des Kreativwirtschaftstages ‚Es gibt kein richtiges Leben im falschen‘ haben wir im Dialog mit der Branche definiert, Verantwortung für das eigene Handeln ist also zentrales Thema in der Kreativbranche“, sagte der Minister. „Denn natürlich hängt hier im Besonderen die individuelle Zukunftsfähigkeit davon ab, verantwortungsvoll zu sein, insbesondere gegenüber den mittelbaren Folgen des eigenen Handelns“, so Al-Wazir. Durch die Pandemie sei die Branche hart getroffen worden, aber es gäbe Lichtblicke: „Hessische Kreative profitieren in vielen Teilmärkten davon, dass sie sich früh Digitalisierungskompetenz angeeignet haben. Das wird vielen das wirtschaftliche Überleben in der Pandemie und in Zukunft sichern“, ist sich der Wirtschaftsminister sicher.

Sie stellten sich in Workshops und Ideen Labs grundsätzliche Fragen nach dem richtigen Handeln: Von Aktivismus von Marken mit Verantwortung aus dem Blickwinkel erfolgreicher Unternehmen wie Lemonaid und Hugo Boss über neuronale Manipulation bis hin zum Impact von Adorno, Podcasts und hochinnovativen Games.

Keynotes von Peter Post (Scholz & Volkmer), Jan Paul Bethke (Lemonaid), Heike Borufka & Basti Red (hr-Gerichtspodcast „Verurteilt“), Prof. Regina Kreide (Universität Gießen), Prof. Peter Walla (Sigmund Freud PrivatUniversität Wien), Alexander Coelius und Stanko Beronja (COSALUX) sowie Nicola Piovesan (Chaosmonger Studio) und viele weitere Speaker gaben Impulse für das eigene Schaffen und zu der Frage: Wie wollen wir in Zukunft kreativ wirtschaften? Durch den Tag führte Moderatorin Vivian Perkovic (3sat).

Die Abschlusskeynote von Filmregisseur Hermann Vaske, der unter anderem mit Schauspielern wie Dennis Hopper, Harvey Keitel und John Cleese gearbeitet hat, stellte die alles verbindende Frage danach „Why are we (not) creative?“. Was sind die Stimuli, was die Killer der Kreativität? In seinem Vortrag versammelte er die Erkenntnisse aus 40 Jahren Gesprächen mit bedeutenden Künstlern, Aktivisten und Denkern wie Marina Abramović, Nelson Mandela und Björk. Präsentiert vom Cluster der Kreativwirtschaft Hessen (CLUK) e.V. in Kooperation mit Lürzer’s Archive.

Kreative aus allen elf Bereichen der Kultur- und Kreativwirtschaft, von Film- über Buch- und Werbemarkt, hat die Geschäftsstelle Kreativwirtschaft bei der HA Hessen Agentur GmbH im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums digital zusammengebracht. Der 4. Kreativwirtschaftstag wurde durch die see-Conference, hr-iNFO, gamearea-HESSEN und dem Cluster der Kreativwirtschaft in Hessen (CLUK) als Programmpartner ermöglicht. Kooperationspartner ist das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung: https://kwt.kreativwirtschaft-hessen.de

Der Kreativwirtschaftstag ist eine Veranstaltung der Geschäftsstelle Kreativwirtschaft Hessen bei der HA Hessen Agentur GmbH im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums.